Mitglieder des Internationalen Versöhnungsbundes bei einer Aktion gegen die Vergötzung des Öls auf der Jahrestagung 2007 in Bonn
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Fragmente aus Palästina – was noch?
Politisches Theater im Tivoli Kastellaun kam gut an
Die Initiativgruppe „I HOPE“ (Hoffnung für Palästina) mutete den zahlreichen Zuschauern – unter ihnen über 100 Jugendliche - im Tivoli Kastellaun ungewöhnliche Kost zu: Sieben junge Erwachsene des „Freedom Theatre“ aus Jenin im Westjordanland führten in eindrucksvoller und beängstigender Weise vor, wohin ständige Gewalterfahrungen bei jungen Menschen führen.
Alleine der bedrohliche Beginn mit Nebel, dissonanter Musik, Waffenlärm und Todesschreien irritiert die Zuschauer, macht aber allen sofort klar, was die jungen Akteure wollen: Sie drücken mit künstlerischen Mittel ihre Gefühle unter israelischer Besatzung aus, reagieren darauf mit Gewalt, demonstrieren, wie diese sich innerhalb der eigenen Gesellschaft fortsetzt und das Leben unerträglich macht. Der permanente und rasante Wechsel zwischen Tanz, arabischer und westlich-orientierter Musik und Wortfetzen in einer Phantasiesprache verlangt von den Akteuren ein Höchstmaß an Körperbeherrschung und Ausdruckskraft. Vielfältig zu interpretierende Symbole wie Geldkoffer, rote Tücher oder grüne Fahnen lassen dem Zuschauer viel Spielraum zur Interpretation. Das Ende ist so wie die ganze Performance – die Schauspieler treten auf der Stelle, der Zuschauer bleibt ratlos zurück.
Sho Kman - Was soll noch geschehen, dass dieser Teufelskreis endet?
Nach tosendem Applaus werden dann im anschließenden Gespräch mit Regisseur Nabil Al-Ree und den Schauspielern die Umstände deutlich, unter denen eine solche Produktion zustande kommt: Der palästinensisch-israelische Regisseur Juliano Mer Khamis, im Jahre 2006 Gründer dieser Bühne in Jenin, wurde am 4. April 2011 auf offener Straße von einem bisher Unbekannten regelrecht hingerichtet. Seine Weggefährten entschlossen sich trotz allem, seinen Weg fortzusetzen: Widerstand gegen Unterdrückung und Gewalt durch Kunst und Kultur zu leisten, Jugendlichen einen Freiraum zu bieten, ihre Aggressionen und Traumata abzubauen und die Öffentlichkeit auf ihre Probleme aufmerksam zu machen. Die englische Co-Regisseurin Zoe Lafferty bringt es auf den Punkt: So stelle sie sich Theater vor, die Bühne als Ausdrucksform individueller und kollektiver Befindlichkeit sowie politischer und gesellschaftlicher Emanzipation.
Die Gruppe besuchte zudem die Klasse 10a der IGS und konnte ohne Sprache eindrucksvoll zeigen, welche Botschaft sie transportieren wollen. Das „Freedom Theatre“ stand in Kastellaun am Anfang einer von der „Kinder Kulturkarawane“ und unzähligen Organisationen unterstützten zweimonatigen Tournee, die durch Österreich und die Schweiz und schließlich nach vielen Workshops und Auftritten in deutschen Städten zur Schaubühne nach Berlin führt – ein Hochgenuss für diejenigen, die politisches Theater in Reinkultur mögen, das es so in Europa nur noch selten zu sehen gibt.
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Netzwerk Friedensbildung Rheinland-Pfalz startet mit 1. Angeboten für die Bildungsarbeit in Schulen
Das Netzwerk Friedensbildung Rheinland-Pfalz ist ein Zusammenschluss von Friedensorganisationen, die in Kooperation mit dem Bildungsministerium die zivile Friedensbildung an Rheinland-Pfälzer Schulen fördern wollen.
Über das Netzwerk Friedensbildung Rheinland-Pfalz können Angebote in Schulen genutzt werden, die folgenden Zielen dienen:
Förderung der Kenntnis von nichtmilitärischen Lösungsansätzen in Krisen und Kriegssituationen,
Verbreitung von Wissen und Vermittlung von Erfahrungen aus zivilgesellschaftlichen Aktivitäten der Friedensförderung, z.B. in den Bereichen: Ursachenforschung, Prävention, Mediation, Konfliktaufarbeitung, Geschichte der Friedensbewegung und Freiwilligendienste.
Mehr Infos auf der Webseite: http://www.netzwerk-friedensbildung-rlp.de/angebote.html
Klage von Dr. Elke Koller zu den Atomwaffen in Büchel abgewiesen
Elke Koller wird Berufung einlegen
Köln (dpa/lnw) - Die Friedensaktivistin Elke Koller (68) aus Rheinland-Pfalz klagt weiter gegen die Lagerung von Atomwaffen auf einer deutschen Militärbasis in der Eifel. Gegen die Abweisung ihrer Klage durch das Verwaltungsgericht Köln werde sie Berufung einlegen, teilte am Mittwoch ihr Anwalt Peter Becker mit. Zuständig ist dann das Oberverwaltungsgericht in Münster. Koller hatte der Nachrichtenagentur dpa in der vergangenen Woche bereits gesagt, dass sie notfalls bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen werde. Sie will erreichen, dass die auf dem Fliegerhorst Büchel vermuteten Atomwaffen abgezogen werden. Ihre Klage richtet sich gegen die Bundesrepublik Deutschland.
Das Verwaltungsgericht Köln hatte die Klage als unzulässig eingestuft. Die Bundesregierung könne selbst entscheiden, welche Mittel zur Friedenssicherung am besten geeignet seien. Die Strategie der atomaren Abschreckung sei "völkerrechtlich zulässig". Außerdem habe sich die Bundesregierung immer wieder um atomare Abrüstung bemüht. # dpa-Notizblock
Mahnungen von Fukushima und Tschernobyl
Büchel (Eifel) (epd). Das Thema stand schon vor Fukushima fest: Ein Vierteljahrhundert nach der ...Katastrophe in Japan bringt Ostermarschierer und Atomkraftgegner zusammen
Büchel (Eifel) (epd). Das Thema stand schon vor Fukushima fest: Ein Vierteljahrhundert nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl ist der Protest gegen die Atomkraft-Nutzung in diesem Jahr auch Hauptthema der Ostermärsche. Die dramatischen Ereignisse im japanischen Kernkraftwerk Fukushima verleiht den langfristig geplanten Aktionen eine traurige Aktualität. Der langjährige Ostermarschierer und evangelische Pfarrer Matthias Engelke spricht vielen aus der Seele, wenn er die Hoffnung formuliert, »dass Friedensbewegung und Kernkraftgegner künftig Hand in Hand protestieren«.
Eine Möglichkeit dazu boten am Samstag die Großkundgebungen in Berlin, Hamburg, München und Köln, an denen nach Veranstalterangaben mehr als 250.000 Demonstranten teilnahmen. Umweltverbände, Gewerkschaften und kirchliche Organisationen wandten sich unter der Überschrift »Fukushima mahnt: Alle AKWs abschalten!« gegen die weitere Nutzung der Atomkraft. »Fukushima, Tschernobyl - was zu viel ist, ist zu viel«, skandierten die Teilnehmer der nach Angaben der Organisatoren bisher größten Anti-Atom-Protesten in Deutschland.
Mehr als 50-jährige Tradition
Die Friedensbewegung mit ihrer mehr als 50-jährigen Tradition der Ostermärsche gegen Rüstung und Atomwaffen hat für Ostermontag (25. April) zu bundesweiten Anti-Atom-Kundgebungen aufgerufen. Anlass war ursprünglich der 25. Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe vom 26. April 1986. Proteste sind unter anderem an der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage im westfälischen
Gronau, vor dem AKW Biblis und am Fliegerhorst Büchel im rheinland-pfälzischen Landkreis Cochem-Zell geplant - dem vermuteten einzigen Atomwaffen-Standort in Deutschland.
In den vergangenen Jahren war die Ostermarschbewegung, die in den friedensbewegten 1980er Jahren Hunderttausende auf die Straße brachte, schwächer geworden. Ob die Ereignisse in diesem Jahr für neuen Zulauf sorgen, darüber mag vier Wochen vor Ostern niemand aus der Friedensbewegung spekulieren. »Es könnte sein, dass viele Demonstranten lieber direkt an die AKW-Standorte gehen«, vermutet Regina Hagen aus Darmstadt. Die Koordinatorin der Kampagne »Unsere Zukunft - atomwaffenfrei«, in der rund 50 Friedensgruppen mitarbeiten, wird selbst an Ostern auf der Demonstration in Biblis sprechen. Sie plädiert dafür, in der Diskussion um die Kernenergie auch die Frage nach den Atomwaffen wieder neu zu stellen.
Roland Blach, baden-württembergischer Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegenerInnen (DFG-VK), hofft auf stärkeren Zulauf, setzt aber auch auf eine Zusammenarbeit von Friedensgruppen und Kernkraftgegnern. »Unser Ziel ist es, Atomwaffen und Atomenergie gemeinsam abzuschaffen« ,sagt er.
Xanthe Hall aus Berlin, Abrüstungsreferentin der atomkritischen Ärztevereinigung IPPNW, bezeichnet Atomwaffen und Kernenergie als zwei Seiten einer Medaille. Atomwaffen gehörten zu der nuklearen Kette, »die militärische Komponente ist immer mit dabei«, betont Hall.
Nach der Atomkatastrophe in Japan plädiert auch Marion Küpker von der »Gewaltfreien Aktion Atomwaffen abschaffen« (GAAA) in Hamburg für gemeinsame Aktionen und eine längerfristige Zusammenarbeit. »Es ist wichtig und sinnvoll, dass wir dies hinbekommen«, sagt sie. Die Gruppierung gehört seit 15 Jahren zu den Initiatoren der Proteste vor dem Fliegerhorst Büchel. Dort findet in diesem Jahr am Ostermontag zum zweiten Mal ein Ostermarsch statt.
Für Elke Koller vom »Initiativkreis gegen Atomwaffen«, die derzeit vor dem Verwaltungsgericht in Köln auf einen Atomwaffenabzug klagt, liegt die innere Verbindung von Friedensbewegten und Atomkraftgegnern auf der Hand: »Alle, die eine Welt ohne Atomwaffen wollen, müssen auch den Ausstieg aus der Kernenergie verlangen. «
Dieter Junker (epd)
Der NATO-Einsatz in Libyen ist (Öl-)interessengeleitet
Friedensbewegung fordert Ende der Bundeswehr-Schul-Kooperation
Die Rücknahme des Kooperationsabkommens der SPD-Landesregierung mit der Bundeswehr ist die ...Friedenspolitische Kampagne zur Landtagswahl gestartet
Die Rücknahme des Kooperationsabkommens der SPD-Landesregierung mit der Bundeswehr ist die Hauptforderung der gestern in Mainz vorgestellten Kampagne „ Schulfrei für die Bundeswehr - Friedensbildung statt Militarisierung“. Die Kampagne kritisiert eine Kooperationsvereinbarung des Landes mit der Bundeswehr vom 25. Februar 2010. Im Schülercaf'e der Katholische Jugendzentrale erläuterten vier Vertreter der 16 beteiligten Kampagnenträger von Friedensinitiativen, kirchlichen und politischen Organisationen sowie Lehrer- und Schülervertretungen die Kampagne: „Die von der Öffentlichkeit bisher weitgehend unbemerkt unterschriebene Vereinbarung ermöglicht der Bundeswehr einen verbesserten Zugang zu Schülern und bindet sie in die Lehreraus- und fortbildung ein. Diese Bevorzugung widerspricht Grundregeln politischer Bildung und dem Schulgesetz und gehört beendet, dies ist für uns ein Wahlprüfstein für die Landtagswahl. Wir wollen über den zunehmenden Werbefeldzug der Bundeswehr aufklären und Schüler, Eltern und Lehrer dazu ermutigen, sich für eine Schule ohne Bundeswehr einzusetzen.“ erläutert Markus Pflüger von der Arbeitsgemeinschaft Frieden Trier die Ziele der Kampagne.
Klaus-Peter Hammer, der Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft
Rheinland-Pfalz unterstrich die Forderung nach Aufkündigung der Kooperationsvereinbarung:„Die Kooperation ist ein falsches Signal, die Bundeswehr erhält mit dieser Kooperation ein Alleinstellungsmerkmal, politische Bildung muss in den Händen pädagogischer Fachkräfte bleiben.““
Patrick Simon von der LandesschülerInnenvertretung Rheinland-Pfalz ergänzte: "Schülerinnen und Schüler werden meist nicht gefragt, bevor die Bundeswehr kommt, und bei den Bundeswehrveranstaltungen herrscht Anwesenheitspflicht: das ist nicht akzeptabel. Die LSV will selbstbestimmtes Lernen und eine demokratische Schule, die kritisches Denken fördert - die Bundeswehr ist dagegen autoritär, Befehle müssen ausgezuführt werden, die Bundeswehr passt also nicht in die Schule. Zudem wird das Werbeverbot oft durch die Jugendoffiziere missachtet, ihr Besuch bedeutet eine indirekte Werbung bis hin zu direkter Rekrutierung im inoffiziellen Teil."
Dr. Gernot Lennert, Landesgeschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft –Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) Rheinland-Pfalz wies besonders auf die Vortragstour durch Rheinland-Pfalz hin: „In Ludwigshafen, Worms, Kusel, Mainz, Koblenz, Trier, Kastellaun und Neuwied werden wir mit Veranstaltungen über die Werbeoffensive der Bundeswehr an Schulen aufklären. Weitere Aktionen, Plakate und Faltblätter sowie Hintergrundinformationen und Material wie ein Musterbefreiungsantrag für Eltern bzw. Schüler sind auf der Homepage der Kampagne zu finden: www.schulfrei-fuer-die-bundeswehr-rlp.de .“
Kampagnenkoordination
c/o AG Frieden
Pfützenstr.1
54290 Trier
T.0651/9941017
buero@agf-trier.de
Darüber wird im Landtagswahlkampf noch zu sprechen sein!
RHZ 29.10.2010 ...Bundeswehr raus aus Schulen
RHZ 29.10.2010
Brücken statt Mauern Initiativgruppe HoPe informiert über Städtepartnerschaft Bergisch Gladbach - Beit Jala
Pfr. Axel Becker hat in den letzten Jahren die Idee zur Städtepartnerschaft zwischen Bergisch ...Städtepartnerschaften als Chance zur Verständigung im Nahost-Konflikt? Simmern Paul-Schneider-Haus -18.2.2011 - 19:00 Uhr
Pfr. Axel Becker hat in den letzten Jahren die Idee zur Städtepartnerschaft zwischen Bergisch Gladbach und Beit Jala (Westjordanland/Palästina) vorangetrieben. Durch viele persönliche Kontakte bei Reisen und Besuchen ist die Bereitschaft geweckt worden, längerfristige Kontakte und eine Zusammenarbeit der beiden Städte einzugehen. 2010 haben die Städte schließlich eine Partnerschaft beschlossen.
Für die praktischen Schritte wurde ein Verein gegründet, der die Ziele zur Zusammenarbeit auf kulturellem, schulischem, wissenschaftlichem, sozialem, technischem, touristischem und wirtschaftlichem Gebiet verfolgt.
Pfr. Becker wird uns im ersten Teil des Abends die Entstehungsgeschichte, Widerstände und Erfolge auf dem Weg zu einer Partnerschaft berichten.
Im zweiten Teil des Abends werden Teilnehmer einer Jugendbegegnung des Kirchenkreises Simmern-Trarbach ihre Eindrücke und Erfahrungen aus Beit Omar wiedergeben, der Stadt, zu der unsere Initiativgruppe Kontakt hält und die wir für eine Städtepartnerschaft mit der Region Simmern vorschlagen.
Eingeladen sind alle interessierten Bürgerinnen und Bürger des Rhein-Hunsrück-Kreises.
weitere Infos: http://www.buergerfuerbeitjala.de/
Blockade-Sonderausstellung
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