50 Jahre Ostermarschbewegung

Hiroshima, Nagasaki – 6. und 9. August 1945. US-Flugzeuge werfen Atombomben auf die japanischen Großstädte. Der Zweite Weltkrieg ist zu diesem Zeitpunkt längst entschieden, doch die USA wollen mit diesen neuen Massenvernichtungswaffen ihren Anspruch auf die Weltmachtrolle nach dem Krieg demonstrieren. 155 000 Menschen sterben sofort, weitere 110 000 an der radioaktiven Strahlung in den Wochen danach, ungezählte weitere an den Spätfolgen. Im Kalten Krieg rüsten USA und Sowjetunion mit Atomwaffen in einem Maße auf, dass der Gegner mehrfach total vernichtet werden könnte („Overkill“). Die Bundesrepublik Deutschland wird von der NATO als Stationierungsland von Atomwaffen in die atomare Aufrüstung einbezogen. 1958 entsteht die Kampagne „Kampf dem Atomtod“ und der erste Ostermarsch in England findet statt. 1960 treffen sich Kriegsgegner zum ersten deutschen Ostermarsch in Norddeutschland.

Am 12. Dezember 1979 fasst die NATO den Beschluss, in der Bundesrepublik atomare Pershing II Raketen und „Cruise Missiles“- Marschflugkörper zu stationieren - als Antwort auf die sowjetische Aufrüstung mit SS-20-Raketen. Die Kritiker sehen darin die Absicht der USA, einen Atomkrieg auf das „Schlachtfeld Europa“ zu begrenzen, weil die Pershing II und Cruise Missiles sehr wohl die Sowjetunion, die SS-20 aber nicht die USA erreichen können. Ein amerikanischer Reiseveranstalter wirbt: „Besuchen Sie das schöne Europa - so lange es noch existiert.“
Auch im Hunsrück werden neue Atomwaffen stationiert: Die PYDNA bei Hasselbach ist der einzige Stationierungsort für atomare Cruise Missiles in Deutschland. Die weltweiten Proteste, auch die der Hunsrücker Friedensbewegung, bewirken mit, dass die Mittelstreckenraketen wieder abgebaut werden. Doch insgesamt besteht die Bedrohung der Welt durch Atomwaffen fort. Neben den Atomwaffenmächten USA, Russland, Frankreich und Großbritannien besitzen weitere Länder im Nahen Osten und in Asien Nuklearwaffen, oder streben danach. Auch in der BRD lagern auf dem Fliegerhorst Büchel noch 20 Atombomben, die der Sprengkraft von 150 Hiroshimabomben entsprechen. Die Atomwaffenmächte könnten noch immer mehrfach die gesamte Welt zerstören.

Der Ursprung des Peace-Zeichens

Das Peace-Zeichen oder CND-Zeichen hat seinen Ursprung in der britischen Kampagne zur nuklearen ...

Das Peace-Zeichen oder CND-Zeichen hat seinen Ursprung in der britischen Kampagne zur nuklearen Abrüstung (Campaign for Nuclear Disarmament) der 1950er Jahre. Es wurde am 21. Februar 1958 von dem britischen Künstler Gerald Holtom entworfen. Holtom war von der CND beauftragt worden, ein Symbol für den Ostermarsch zu entwerfen. Der Protestmarsch ging von London aus und war gegen das Atomwaffenforschungszentrum in Aldermaston gerichtet. Das Zeichen ist eine Kombination der Zeichen N (für „nuclear“) und D (für „disarmament“ = Abrüstung) aus dem Winkeralphabet.

Beim N bilden die beiden Flaggen ein umgedrehtes V.

Beim D zeigt eine Flagge senkrecht zum Boden, die andere senkrecht nach oben.

Tradition der Hunsrücker Ostermärsche

Eine Sonderausstellung im "Haus der regionalen Geschichte" auf der Kastellauner Unterburg

Wolfgang Bartels' Referat zur Eröffnung ...

... war gut besucht

die Stellwände - für jeden Ostermarsch eine

Fahrrad der ersten Osterfriedensfahrt 1981

... noch mal wie damals: Ostereier mit Friedenstaube - zum Mitnehmen

"Hopp, Hopp, Hopp - Atomraketen Stop!"

fast immer dabei: Hunsrücker Leiterwägelchen

50 Jahre Ostermarschbewegung

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Übersicht Hunsrücker Ostermärsche 1982 bis 2006

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Hunsrücker Ostermarsch 1983

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Hunsrücker Ostermarsch 1984

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Landesweiter rheinland-pfälzischer Ostermarsch 1986 im Hunsrück

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Hunsrücker Ostermarsch 1987

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Hunsrücker Ostermarsch 1988

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1990 - Erster gesamtdeutscher Hunsrücker Ostermarsch

Aufruf Hunsrücker Ostermarsch 1991

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Hunsrücker Ostermarsch 1991

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Hunsrücker Ostermarsch 1992

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Schweigekreise ab 1993

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Hunsrücker Ostermarsch 2006

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